Spiritualiät

Das Menschenbild der Ausbildung sieht neben den biologischen, psychischen und sozialen Aspekten die Spiritualität als tragende Säule gelingenden Menschseins.

Eingebettet in einen größeren Sinnzusammenhang ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, die je eigene Aufgabe im Leben zu erkennen und umzusetzen.

Wir verbinden christlichen Glauben mit den Humanwissenschaften, vor allem mit Erkenntnissen der Psychologie und suchen nach einer mir entsprechenden spirituellen Praxis.

Das „Lebenswissen“ der christlichen Tradition als „die Summe jener für das Leben bedeutsamer Weisheiten, die uns helfen sinnvoll zu leben und das Ganze des Lebens deutend mit Sinn zu füllen“ ist nicht mehr wirksam. Der Kirche wird nicht mehr geglaubt, denn die „christentümliche Gesellschaft” in der die Kirchen ein Monopol der Sinndeutung des Lebens hatten, gibt es nicht mehr.
Dies ist nur die eine Seite, weil viele Menschen nach wie vor religiös sind und nach Orientierung für ihre religiös-spirituellen Fragen suchen. Der protestantische Theologe Paul Tillich analysiert schon in den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts: „Viele Menschen sind von dem ergriffen, was sie unbedingt angeht; aber sie fühlen sich jeder konkreten Religion fern, gerade weil sie die Frage nach dem Sinn des Lebens ernst nehmen. Sie glauben, dass ihr tiefstes Anliegen in den vorhandenen Religionen nicht zum Ausdruck gebracht wird und so lehnen sie Religion ab aus ‚Religion’.

Die Menschen sind heute mehr denn je religiös Suchende und interaktive Gruppenarbeit kann auf diese Sehnsucht nach Sinnorientierung und dem Bedürfnis nach ganzheitlichem Verstehen antworten.
Die religiöse Dimension des Lebens und ihre Bedeutung für die praktische Lebensgestaltung soll in der Ausbildung Beachtung finden. Dies geschieht durch das Verbinden der humanwissenschaftlicher Erkenntnisse mit dem christlichen „Lebenswissen“, die sich gegenseitig ergänzen.