Geschichte

1974 Gründung

Der wachsende Bedarf an qualifizierten BeraterInnen für (Ehe-)Paare und Familien führte 1974 in Vorarlberg – wie auch in anderen Diözesen – zur Gründung der Lehranstalten für Ehe- und Familienberatung.

Auf Initiative von Dr. Elmar Fischer wurde ein erster Lehrgang für EheberaterInnen auf der Grundlage des personenzentrierten Ansatzes von Carl Rogers angeboten. Die Lehranstalt hatte von Beginn an Öffentlichkeitsrecht, d.h. dass die Ausbildung mit einem staatlich anerkannten Diplom abgeschlossen werden konnte.

1980 Familien- und Gruppenarbeit

1980 wurde ein Lehrplan für die Ausbildung zum “Familien- und Gruppenarbeiter” ausgearbeitet und als neue Fachrichtung neben der “Ehe-, Familien und Lebensberatung” anerkannt. Der erste Lehrgang startete mit 14 TeilnehmerInnen und hatte das Ziel, qualifizierte ReferentInnen auszubilden, die Einzelpersonen, Paare und Familien durch präventive Bildungsarbeit stärken und in der Krisenbewältigung unterstützen sollten.

Als Grundlage für ein gelingendes Familienleben sah die Lehranstalt den Individuationsprozess jedes einzelnen. Dieser Selbstwerdungsprozess und die Persönlichkeitsentwicklung waren und sind heute noch Ausgangspunkt und Ziel der Ausbildung. Die im Lehrgang praktizierte und erworbene Verbindung von Wissen, Haltung und Praxis ist Voraussetzung für die spätere Arbeit in der Begleitung von Menschen und Gruppen.

1991 Lehrplananpassung

Im Jahr 1991 wurden aufgrund der gesetzlichen Veränderungen durch das neue Psychotherapiegesetz die Lehrpläne für “Ehe- Familien- und Lebensberatung” und für “Familien- und Gruppenarbeit” angepasst und erweitert. Seither deckt die Ausbildung einen Teil des Psychotherapeutischen Propädeutikums ab. Darüber hinaus können Absolventen, die die erforderliche Praxis nachweisen, das Gewerbe für “Lebens- und Sozialberatung” anmelden

2002 prozessorientierte Gruppenarbeit

Seit Gründung der Lehranstalt im Jahr 1974 wurden drei Lehrgänge “Ehe-, Familien- und Lebensberatung” sowie sechs Ausbildungen in “Familien- und Gruppenarbeit” durchgeführt. Aufgrund der veränderten Anforderungen an die Absolventen und die Weiterentwicklung der theoretischen Konzepte und Grundlagen kam es im Jahr 2002 zu einer weiteren Anpassung der bestehenden Lehrpläne.

Der Lehrgang “Familien- und Gruppenarbeit” schließt nun mit dem Diplom “Trainer/in in prozessorientierter Gruppenarbeit” ab.